Vocable

Ethical Wildlife Cinematography Guidelines

Richtlinien für ethische Naturfilme

Situation

A documentary producer outlines a code of conduct regarding the non-interference with predatory behavior in endangered animal habitats.

Deutsch

Wir drehen hier ein filmisches Epos über das Überleben, kein fiktives Drama unter einem Pseudonym. In diesem ökologischen Brennpunkt darf keine Verherrlichung von Gewalt stattfinden, denn die Natur folgt eben ihren eigenen Gesetzen. Die von uns beobachtete, oft nur spärlich dokumentierte Species darf unter keinen Umständen gestört werden, auch wenn die Szenerie auf manche wie eine bedrohliche Unterwelt wirkt. Es ist ja allgemein bekannt, dass ein unbedachter Eingriff einen ökologischen Gau auslösen könnte. Die in der rauen Wildnis ums Überleben kämpfenden Tiere sind kein bloßes Abbild unserer moralischen Vorstellungen, sondern sie besitzen ihren ganz eigenen Esprit. Ein solches Vorkommnis, wie die Jagd eines Raubtiers am schroffen Col, ist bezeichnend für den schmalen Grat zwischen Leben und Tod. Wir wollen doch die unversehrt gebliebene Wildnis zeigen und keine Polemik über Tierschutz betreiben, wie es vielleicht ein ideologisch verblendeter Rechtspopulist im falschen Kontext täte. Frühere, einst agrar geprägte märkische Landschaften sind heute oft dem Zerfall preisgegeben, aber hier verschmelzen Flora und Fauna noch zu einer majestätischen Einheit. Jede Deutung unsererseits muss den wissenschaftlichen Sprachgebrauch respektieren, selbst wenn wir durch eine salzige Lake waten müssen, um an den Drehort zu gelangen. Die für uns jederzeit einsehbar lauernden Gefahren sind Teil dieser dokumentarischen Nova. Wir propagieren hier keine bestimmte Ideologie, sondern dokumentieren lediglich die nackte Realität. Man muss es halt akzeptieren, dass wir in diesem Habitat nur stille Beobachter sind. Dieser Film soll eine Hommage an die unberührte Natur sein, kein reißerisches Doom-Szenario.

English

We are filming a cinematic epic about survival here, not a fictional drama under a pseudonym. In this ecological hotspot, there must be no glorification of violence, because nature simply follows its own laws. The species we are observing, which is often only sparsely documented, must not be disturbed under any circumstances, even if the scenery strikes some as a threatening underworld. It is, after all, generally known that a thoughtless intervention could trigger an ecological catastrophe. The animals fighting for survival in the harsh wilderness are no mere reflection of our moral concepts, but rather possess their very own wit and spirit. Such an occurrence, like a predator's hunt at the craggy mountain pass, is significant of the thin line between life and death. We want, after all, to show the wilderness that has remained intact and not engage in polemics about animal welfare, as perhaps an ideologically blinded right-wing populist would do in the wrong context. Former, once agriculturally shaped landscapes of the March are often abandoned to decay today, but here flora and fauna still merge into a majestic unity. Every interpretation on our part must respect scientific usage, even if we have to wade through a salty brine to reach the filming location. The dangers lurking in a way that is visible to us at all times are part of this documentary 'nova'. We are not propagating any specific ideology here, but merely documenting naked reality. You just have to accept that we are only silent observers in this habitat. This film is intended to be a homage to untouched nature, not a lurid doom scenario.

Grammar Used

Modalpartikeln (eben, ja, doch, halt) Erweiterte Attribute (Partizipialattribute) Passiv (Zustandspassiv) Konjunktiv II (Irrealis) Relativsätze Genitiv-Attribuierung